Gesundheitspreis 2003 des Landes NRW

Am 04. Dezember 2003 wurde der Gesundheitspreis 2003 des Landes NRW von Gesundheitsministerin Frau Fischer verliehen.

Den 1. Preis erhielten die SULO Stiftung, Herford, und ihr Kooperationspartner, die Abteilung für Psychoonkologie am Klinikum Kreis Herford für das Projekt: Case Management Psychoonkologie.

In einer Presseerklärung des Gesundheitsministeriums heißt es zur Verleihung des Gesundheitspreises :

Vier Projekte für den "Gesundheitspreis NRW 2003" ausgewählt Gesundheitsministerin Birgit Fischer: "Qualität, Innovation und Vorbildliche Entwicklungsarbeiten für das Gesundheitswesen"

Düsseldorf, 25.11.2003

Das Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-­Westfalen teilt mit:

Gesundheitspreis.jpg

"Ideen sind das entscheidende Kapital für die Zukunft des Gesundheitswesens. Die heute ausgewählten Projekte zeigen innovative Möglichkeiten zur Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Gesundheitsversorgung auf. Zahlreiche Institutionen haben vorbildli­che Entwicklungsarbeit geleistet und zum Wohle der Patientinnen und Patienten in die Praxis umgesetzt. Wir zeichnen hier sehr gute Beispiele aus, die Schule machen sollen." Das sagte heute (24, November 2003) Gesundheitsministerin Birgit Fischer anlässlich der Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger des "Gesundheitspreises NRW 2003".

Projekte zur Bekämpfung von Krebs standen im Mittelpunkt der diesjährigen Ausschreibung. Der Kampf gegen Krebs gehört zu den zehn vorrangigen Gesundheitszielen der NRW Lan­desregierung. Vier Projekte aus Herford, Düsseldorf und Bielefeld werden mit dem Gesund­heitspreis NRW ausgezeichnet, der in diesem Jahr zum achten Mal verliehen wird.

Der Gesundheitspreis wird jedes Jahr im Rahmen des von der Landesgesundheitskonferenz beschlossenen Projektverbundes "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" vergeben. Der Pro­jektverbund "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" wird 2003 von 28 Organisationen und Institutionen getragen.

Alle Einrichtungen der Gesundheitsversorgung in NRW können sich um eine Aufnahme be­werben. Voraussetzung: Die Projekte zeigen innovative Möglichkeiten auf, die Qualität des nordrhein-westfälischen Gesundheitswesens unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Fakto­ren entscheidend zu verbessern.

In diesem Jahr wird der Preis auf der zwölften Sitzung der Landesgesundheitskonferenz NRW am 4. Dezember 2003 in Düsseldorf verliehen. Ein Projekt wird mit dem 1. Preis, ein Projekt mit dem zweiten Preis und zwei Projekte mit dem 3. Preis ausgezeichnet.

Die ausgezeichneten Projekte 2003:

1. Preis: Die Auszeichnung geht an die SULO-Stiftung (Herford) mit dem Projekt "Case,Ma­nagement Psychoonkologie". Ziel ist die systematische Entwicklung der psychosozialen Be­treuung von Krebspatientinnen und -patienten sowie deren Angehörigen nach einer Krebs­therapie. Das Projekt wurde zunächst am Kreiskrankenhaus Herford umgesetzt. (Kontakt: Sulo Stiftung, Dr. Hans-Ulrich Höhl, Tel. 05221/598483)

2. Preis: Die Auszeichnung geht an die AOK Rheinland (Düsseldorf), den BKK Landesver­band NRW, die IKK Nordrhein, die Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW, den VdAK/AEV Landesvertretung NRW, die Bundesknappschaft und an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, für das Projekt "Disease-Management-Programm Brustkrebs im Rheinland". Bei dem Gemeinschaftsprojekt geht es um die Verbesserung der Qualität des gesamten Be­handlungsprozesses bei Brustkrebs. (Kontakt: AOK Rheinland, Frau Gattes/Herr Mies, Tel:.0211-87911411 und KV-Nordrhein, Ruth Bahnes, Tel.: 0211-5970-8279.

3. Preis: Ausgezeichnet wird die Krebsgesellschaft NRW e.V. (Düsseldorf) mit dem Projekt ,,5 am ,Tag für Kids". Ziel des Projekts ist es, Kindern der dritten und vierten Klasse in Grund­schulen spielerisch zu einer gesunden Ernährung mit fünfmaiObst und Gemüse am Tag zu ermuntern. (Kontakt: Frau Dr. Schrader, Tel: 0211-330015)

3. Preis: Diese Auszeichnung geht an die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel (BieIe­feld) mit dem Projekt "Alter werden mit Behinderungen". Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung durch Bewegung für älter werdende Menschen mit Behinderungen. (Kontakt: Dr. Lutz Worms, Tel. 0521-1445017).

In der Begründung heißt es:

"Eines der zentralen Ziele der SULO Stiftung ist die psychosoziale Betreuung von Krebspa­tientinnen und -patienten sowie deren Angehörigen während und nach einer stationären und ambulanten Krebstherapie in Deutschland. Hierzu hat die Stiftung am Klinikum des Kreises Herford eine eigenständige Abteilung Psychoonkologie etabliert, finanziert und nach Quali­tätskriterien evaluiert ("Herforder Modell").

Aufgrund der positiven Ergebnisse, die u.a. auf eine bessere Lebensqualität der Betroffenen hinweisen, wird derzeit die Übertragung des Konzepts im Rahmen der Konzertierten Aktion gegen Brustkrebs angestrebt. Zudem soll das "Herforder Modell" in weiteren Akutkranken­häusern in Westfalen-Lippe umgesetzt werden."

Das Institut für Psychoonkologie freut sich sehr, die SULO-Stiftung in ihren Bemühungen zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Krebs betroffenen Menschen im Jahr 2003 so erfolgreich unterstützt haben zu können. Dieser Preis stellt eine besondere Wertschätzung aller dar, die im Klinikum Herford an der Umsetzung dieses anspruchsvollen Modells in die Versorgungsrealität beteiligt sind und waren.

Aktuelle Informationen aus dem Klinikum Herford

Hier finden Sie die aktuellen Neuigkeiten aus unserem Klinikum.