Übersicht
Welche Vorbereitung ist für ein PET/CT erforderlich?
Ein Aufklärungsgespräch erfolgt nach Möglichkeit am Vortag der Untersuchung. Vermeiden Sie bitte eine anstrengende körperliche Belastung oder sportliche Aktivität 24 Stunden vor der geplanten Untersuchung.
In der klinischen Routine kommt heute überwiegend 18-FDG (18-F-Desoxy-Glucose) zum Einsatz. Zum Untersuchungszeitpunkt sollte deshalb im Körper des Patienten ein gewisser Mangel an Glukose herrschen, damit möglichst viel der 18-F markierten Glukose aufgenommen wird.
Sie dürfen daher mindestens 5 Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen, auch keine Bonbons oder Kaugummi. Sie können nach Belieben trinken, jedoch nur zuckerfreie Getränke ohne Kohlensäure, am besten Leitungswasser. Diabetiker sollen sich bitte vor der Untersuchung mit dem Personal der Nuklearmedizinischen in Verbindung setzen!
Lassen Sie Schmuck zu Hause, denn für die Untersuchung sind metallische Gegenstände abzulegen bzw. aus den Taschen zu räumen (Gürtel, Münzen, Schlüssel, Halsketten etc.). Auch beweglicher Zahnersatz ist zu entfernen.
Falls erforderlich kann im Rahmen des Aufklärungsgesprächs auch eine Blutentnahme erfolgen, um für die Untersuchung bedeutsame Laborwerte aktuell zur Verfügung zu haben.
Vor Untersuchungsbeginn wird der aktuelle Blutzuckerspiegel bestimmt und falls notwendig medikamentös eingestellt. Außerdem können bei Bedarf ein leichtes Beruhigungsmittel, ein Medikament zur Muskelentspannung und eventuell ein harntreibendes Medikament verabreicht werden.
Bei Tumorerkrankungen mit Manifestationen im Beckenbereich (z. B. Enddarmtumor) muss je nach Fragestellung ev. ein Blasenkatheter gelegt werden, um eine Ansammlung der über die Nieren ausgeschiedenen Glukose in der Blase zu vermeiden.
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Wie läuft eine PET/CT-Untersuchung ab?
In einem Ruheraum erhalten sie eine geringe Menge eines kurzlebigen radioaktiven Arzneimittels ( bei uns i. d. R. 200 MBq mit 18-Fluor markierte Glukoselösung) in eine Armvene intravenös verabreicht. Vorher wird der aktuelle Blutzuckerwert gemessen.
Nach Verabreichung des radioaktiven Arzneimittels folgt eine Wartephase von üblicherweise 30-60 Minuten. In dieser Wartezeit sollten Sie ruhig und entspannt liegen und auch nicht lesen. Nach der Wartephase beginnt die Untersuchung. Der Untersuchungsablauf wird individuell auf Ihre Erfordernisse abgestimmt.
Unmittelbar vor der PET/CT werden Sie aufgefordert, die Harnblase zu entleeren. Während der Untersuchung liegen sie auf einer Liege, die sich langsam in die zylinderförmige Öffnung (Gantry) des Gerätes hineinbewegt.
Diese besitzt die größte Öffnung aller verfügbaren Geräte weltweit, weshalb Sie sich nicht eingeengt fühlen und keine Platzangst haben müssen, zumal Sie während der Untersuchung die Möglichkeit haben, jederzeit mit der Assistentin oder einem Arzt zu sprechen, falls doch Probleme auftreten.
Für den CT-Teil beträgt die Messzeit jedes Körperquerschnittes jeweils nur wenige Sekunden. Dabei sollten sie ruhig und entspannt liegen, stärkere Bewegungen vermeiden und die Atemkommandos verfolgen. In bestimmten Fällen ist es notwendig, ein Kontrastmittel über eine Vene in das Blutgefäßsystem einzuspritzen um aussagekräftigere Bilder zu erhalten.
Anschließend erfolgt die eigentliche PET-Untersuchung. Die PET-Aufnahmen erfolgen ebenfalls meist in bequemer Rückenlage und dauern je nach Fragestellung und Körpergröße zwischen 10 und 20 Minuten. Auch hier ist es erforderlich, ruhig zu liegen. Das Gerät arbeitet weitgehend leise. Insgesamt liegt der Zeitbedarf für eine PET-Untersuchung inklusive Vorbereitungszeit bei ca. zwei Stunden.
Danach werden am Computer die PET- und CT-Aufnahmen, die von Ihrem Körper angefertigt wurden, ausgewertet, ggf. zusammengeführt und am Untersuchungstag befundet.
Nach der Untersuchung sollten Sie noch reichlich Wasser trinken und die Blase häufig entleeren. Für zwei Stunden meiden Sie bitte engen körperlichen Kontakt mit Kleinkindern und Schwangeren, gegenüber anderen Personen sind keine Vorsichtsmaßnahmen nötig. Sie können also z.B. wieder normal zu Ihrem Arbeitsplatz gehen.
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Wie hoch ist die Strahlenexposition?
Die Strahlenbelastung der Untersuchung ist nicht von der Untersuchungsdauer, sondern nur von der injizierten Menge an 18-F-Glucoselösung und dem CT-Teil abhängig.
Bei einer PET-Untersuchung mit 200 MBq Fluor-18 FDG liegt die Strahlenbelastung unter 4 mSv und somit unterhalb der Strahlenbelastung einer CT-Untersuchung des Brustraumes, ermöglicht dabei aber eine Ganzkörperdiagnostik.
Zur weiteren Einschätzung der Größenordnung kann die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland dienen, die etwa 2,1 mSv pro Jahr ausmacht.
Vor dem Hintergrund der Grunderkrankung und der medizinischen Aussage, die durch die Untersuchung möglich wird, ist somit die zusätzliche Exposition bei guter Indikationsstellung nicht relevant.
Mit welcher zusätzlichen Belastung ist die PET/CT verbunden?
Die Gabe des radioaktiven Arzneimittels erfolgt intravenös. An der Einstichstelle kann es — wie bei jeder Injektion — zu Schmerzen, einem kleinen Bluterguss und sehr selten zu einer Infektion kommen.
Die PET/CT-Untersuchung selbst ist nicht schmerzhaft, das ruhige Liegen kann etwas unangenehm sein. Die radioaktiven Arzneimittel selbst haben keine Nebenwirkungen.
Das erforderlichen falls verabreichte CT-Kontrastmittel wird allgemein sehr gut vertragen. Eventuell bestehende Risikofaktoren für selten auftretende Nebenwirkungen werden von einem Arzt bereits im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Während der Kontrastmitteleinspritzung kann es im Körper zu einem geringen Wärmegefühl kommen, das harmlos ist und nach wenigen Sekunden verschwindet.
Melden Sie daher bitte dem PET/CT Team, wenn Sie während der Untersuchung etwas Außergewöhnliches an sich bemerken sollten (z.B. Niesreiz, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit).
Nachfolgend typische effektive Dosen durch medizinische Strahlenexposition durch Röntgen- und nuklearmedizinische Untersuchungen, veröffentlicht in der Orientierungshilfe für bildgebende Untersuchungen, verabschiedet in der 231. Sitzung der Strahlenschutzkomission am 9./10.12. 2008
Anmerkungen:
1 Durchschnittliche natürliche Strahlenexposition in Deutschland: 2,1 mSv pro Jahr [BMU: Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2005, Unterrichtung durch die Bundesregierung (Parlamentsbericht), 2007] (äußere Exposition, natürliche Strahlenquellen, Ingestion und Radonexposition in Häusern).
2 In Anlehnung an die Europäische Kommission: Leitlinien für die Überweisung zur Durchführung von bildgebenden Verfahren, Strahlenschutz 118 (2001), S. 20.
3 Im Normalfall als diagnostische Maßnahme nicht gerechtfertigt.
4 Zur Berechnung der effektiven Dosen wurden die vom Bundesamt für Strahlenschutz 2003 veröffentlichten Referenzaktivitäten verwendet.
5 Unter Ruhebedingung; 4,7 mSv unter Belastung

Kostenübernahmesituation im ambulanten Bereich:
Gesetzliche-Kassen: Die PET/CT ist gegenwärtig nur bei bestimmten Tumorerkrankungen (z. B. Lungentumor) als ambulante Leistung anerkannt und wird von den gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag übernommen. Hierzu benötigen wir dann einen Überweisungsschein zur PET/CT.
Bei anderen Indikationen besteht die Möglichkeit eines individuellen Kostenübernahmeantrages bei Ihrer Krankenkasse. Bei der Antragstellung sind wir Ihnen auf Wunsch gerne behilflich.
Sollte Ihre Krankenkasse die Kosten für die PET/CT nicht übernehmen, besteht die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer individuellen Gesundheitsleistung. Einen Kostenvoranschlag können wir Ihnen gerne vorab zusenden.
Privat-Kassen: Bei gegebener medizinischer Indikation wird die Leistung komplett übernommen. Eine telefonische Anmeldung / Abklärung vor der Untersuchung durch Sie oder Ihren behandelnden Arzt bei Ihrer Kasse und dem Leistungserbringer mit Angabe des Untersuchungsgrundes ist i.d. Regel ausreichend. Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ. Einen Kostenvoranschlag können wir Ihnen gerne vorab zusenden.
Onko-PET: Indikationsliste PET (für F18_FDG)
In der 3. Onko-PET Konsensuskonferenz hat der Arbeitsausschuss PET der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. hat Literaturdaten zusammen mit den Vertretern der onkologischen Fachgesellschaften, der DRG und der DGN identifiziert und eine klinische Indikationsliste erarbeitet.
Die Indikationsliste ist in dieser Form bis auf wenige Zusätze bis heute aktuell und kann als Leitfaden dienen.
Anmerkung: Auf diese Indikationsliste wird auch in den Leitlinien angrenzender Länder Bezug genommen.
Bewertungskriterien für den Einsatz der PET |
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1a |
Klinischer Nutzen ist ohne Einschränkung erwiesen |
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1b |
Klinischer Nutzen ist wahrscheinlich |
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2 |
In Einzelfällen hilfreich |
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|
3 |
Aufgrund unzureichender Daten noch nicht endgültig beurteilbar |
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4 |
Meistens ohne klinischen Wert (aus grundsätzlichen Überlegungen oder bei gesicherter Datenlage) |
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Indikation |
Klassifikation |
Kommentar |
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Lungentumore |
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|
Dignität des Lungenrundherdes erhöhtes Operationsrisiko |
1a |
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|
übrige Patienten |
1b |
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N-Staging (NSCLC) |
1a |
Korrektes Staging mediastinaler LK besser als mit CT allein. |
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|
Extrathorakales N-Staging (Ausnahme: Hirnmetastasen) |
1a |
Bei Ausschluß Fernmet. Kann auch auf Skelettsz. verzichtet werden. |
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Rezidiv-Diagnostik |
1a |
Rezidive früher als mit CT/MRT erkennbar |
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|
Therapiekontrolle |
2 |
Ansprechverhalten auf Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden |
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Maligne Lymphome |
Marginalzelllymphom oder peripheres T-Zell-Lymphom häufig PET-negativ |
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M. Hodgkin |
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|
Staging |
1b |
Staging bei negativer Knochenmarkbiopsie |
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|
Therapiekontrolle |
1b |
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Gastrointestinale Tumore |
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Pankreaskarzinome |
Eigene Wertung |
Pankreaskarzinome weisen einen hohen Glukose-Uptake auf und sind dadurch häufig von der chronischen Pankreatitis zu differenzieren. Die DD Pankreas-Ca. / Pankreatitis wird in dem Konsensus-Paper mit Ia (klinischer Nutzen ohne Einschränkung erwiesen, Sensitivität 85%–92%, Spezifität 78%–88%,), die Rezidiv-Diagnostik mit Ib (klinischer Nutzen wahrscheinlich) bewertet. Eine PET/CT-Kombinationsdiagnostik ist hier der reinen PET-Untersuchung vorzuziehen. |
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DD Karzinom vs chronische Pankreatitis |
1a |
Primärdiagnostik bei Verdacht nach negativen konventionellen Untersuchungen |
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Lymphknoten/Fernmetastasen-Staging |
3 |
Ausschluss oder Nachweis von Fernmetastasen (da nur R0-Resektion potenziell kurativ ist) und zur Frage der Gefäßinfiltration (CT mit KM). Ansprechverhalten auf (neo)adjuvanten Chemo kann überprüft werden. Zur Unterscheidung zwischen postoperativem Narbengewebe und Lokalrezidiv. Bei CA19-9-Anstieg zur Lokalisation Rezidiv/Metastasierung. |
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|
Rezidiv-Diagnostik |
1b |
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Ösophaguskarzinom |
Ösophaguskarzinome weisen regelhaft einen deutlich erhöhten Glukosemetabolismus auf und sind daher positronenemissionstomographisch exzellent nachzuweisen. |
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Dignität |
3 |
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Lymphknoten/Fernmetastasen-Staging |
1a |
Staging bei Verdacht auf Fernmetastasen nach negativen konventionellen Untersuchungen (extrathorakale-, supraclaviculare und Oberbauchregion) |
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|
Therapiekontrolle |
3 |
Ansprechverhalten auf Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden |
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|
Rezidiv-Diagnostik |
3 |
Rezidivdiagnostik in der Schweiz krankenkassenpflichtig Indikation |
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Kolorektale Karzinome |
Eigene Wertung |
Kolorektale Karzinome zeigen einen deutlich erhöhten Glukosestoffwechsel und sind dadurch der Bildgebung im PET bzw. PET/CT sehr gut zugänglich. Lt. Konsensus-Konferenz gilt das Restaging als Indikation, deren Nutzen ohne Einschränkung erwiesen ist. Insbesondere die Differenzierung Tumorrezidiv / Narbe gilt als anerkannte Indikation (Sensitivität 93%–100%, Spezifität 95%– 98%). Die Therapiekontrolle wird von der Konsensus-Konferenz mit Ib (klinischer Nutzen ist wahrscheinlich) bewertet. Zur Therapieplanung vor geplanter Metastasenchirurgie (z.B. Ausschluß extrahepatischer Metastasen vor geplanter chirurgischer Entfernung von Lebermetastasen) erscheint PET bzw. PET/CT obligat. |
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|
Therapiekontrolle |
1b |
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Staging |
Auschluß multifokaler (=bd. Leberlappen) Lebermetastasierung vor geplanter Leberteilresektion und Fernmetastasierung |
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|
Restaging bei begründetem Verdacht (z.B. Tumormarker-Erhöhung im Serum) |
1a |
Diff. Narbengewebe/Rezidiv. |
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|
Restaging unter/nach Therapie |
Eigene Erfahrung |
Ansprechverhalten auf (neo)adjuvanten Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden |
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Magenkarzinom |
Eigene Wertung |
Magenkarzinome weisen nach eigenen Erfahrungen ein heterogenes Speichermuster auf und sind zudem auch im Falle einer Mehrspeicherung relativ schwer von der physiologisch hypermetabolen Magenmuskulatur zu differenzieren. Intestinaler Typ und diffuser Typ können sich hinsichtlich des Speicherverhaltens zusätzlich unterscheiden. Die Datenlage in der Literatur ist heterogen, PET bzw. PET/CT bei Magen-Ca. gilt somit derzeit als nicht gesicherte Indikation. |
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Leberzellkarzinom |
Eigene Wertung |
Bei ungesicherter Datenlage sind Leberzellkarzinome derzeit keine anerkannte Indikation für PET bzw. PET/CT. Das Speicherverhalten von Leberzellkarzinomen ist heterogen und vermutlich abhängig von der Differenzierung des Tumors und somit ein möglicher Parameter für die Prognose. |
|
Lebermetastasen |
Eigene Wertung |
Es besteht eine sehr gute Indikation für die Durchführung einer PET/CT zur Therapieplanung und Therapiekontrolle vor bzw. nach Durchführung von Therapiemaßnahmen (insb. Radiofrequenzablation (RFA), Leberteilresektion, etc). Ablationsrandrezidive nach RFA können frühzeitig durch den erhöhten Glukosemetabolismus von vollständig abladierten Arealen differenziert werden. Bei geplanter SIRT-Therapie (selektive interne Radiotherapie) von Lebertumoren bzw. Metastasen ist die PET/CT zum Nachweis bzw. Ausschluß einer extrahepatischen Metastasierung und damit zur Abklärung der Indikation indiziert. |
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Biliäre Karzinome |
Eigene Wertung |
Bislang nur wenig publizierte Daten, biläre Karzinome weisen einen hohen Glukosemetabolismus auf. PET bzw. PET/CT scheint somit zur Primärtumor- Diagnostik und zur DD eines Tumorrezidivs geeignet zu sein und ist hilfreich bei der Detektion von Fernmetastasen. |
|
Gastrointestinale Stromatumoren |
Eigene Wertung |
Gastrointestinale Stromatumoren weisen regelhaft einen deutlich erhöhten Glukose-Uptake auf. Nach mehreren Literaturberichten ist PET in der Lage, das Ansprechen des Tumors auf Imatinib, Glivec bereits sehr frühzeitig zu beurteilen (Therapiemonitoring), Rezidive sind frühzeitig aufgrund des wieder deutlich erhöhten Glukosemetabolismus zu erkennen. |
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Gynäkologische Tumore |
|||
Mammakarzinom |
|||
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Dignitätsdiagnostik |
2 |
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N-Staging (bei kleinen Tumoren (Stadium?) ohne Wert) |
1b |
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M-Staging |
2 |
Staging bei Verdacht auf Fernmetastasen nach negativen konventionellen Untersuchungen (auch sinnvoll bei unauff. Skelettsz. und auffälligem CT). |
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|
Rezidivdiagnostik |
3 |
Diff. Narbengewebe/Rezidiv. |
|
|
Therapie-Monitoring bei Chemo TH |
3 |
Ansprechverhalten auf (neo)adjuvanten Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden |
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|
Prognose |
3 |
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Ovarialkarzinom |
Strahlenschutz-kommission |
Staging und Nachsorge : FDG-PET bei V.a. LK- u. Fernmetastasen, |
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|
Rezidivdiagnostik |
2 |
Bei Anstieg CA 125 zur Feststellung des Rezidivortes. |
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Zervixkarzinom |
Strahlenschutz-kommission |
FDG-PET für Bestrahlungsplanung |
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Staging/Rezidivdiagnostik |
Strahlenschutz-kommission |
Bei Stadium >IIA zur Frage Becken-, paraaortaler- und supraclavikulärer Lymphknotenmetastasen |
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Kopf-/Halstumore, CUP |
Strahlenschutz-kommission |
FDG-PET als weiterführende Untersuchung bei Malignomen unklaren Ursprungs |
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Dignität |
3 |
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bei Vorliegen eines Zweitkarzinoms |
2 |
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N-Staging |
1a |
Zur Frage Ausdehnung (T-Stadium), zervikale LK-Met (N-Stadium) und Fernmeastasierung (M-Stadium). |
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|
M-Staging |
3 |
Strahlenschutz-kommission: Staging, Nachweis V.a. Fernmetastasen |
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Rezidivdiagnostik |
1a |
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|
Therapiekontrolle |
3 |
Ansprechverhalten auf (neo)adjuvanten Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden. Bei negativem PET 6-8 Wochen nach Radiatio ist Tumorpersistenz (mit hoher Sicherheit) auszuschließen. |
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Unbekannter Primärtumor (CUP) |
1a |
Wenn bei zervikalen LK-Metastasen ein Primärtumor im HNO-Bereich gesucht wird. |
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Hauttumore |
|||
Malignes Melanom |
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Dignität |
3 |
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N-Staging (Breslow > 1,5 mm oder bekannter Lymphknotenbefall) |
1b |
||
|
M-Staging (Breslow > 1,5 mm oder bekannter Lymphknotenbefall) |
1b |
||
|
Therapiekontrolle |
3 |
||
|
Prognose |
3 |
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Rezidivdiagnostik/Nachsorge bei pT3 und pT4-Tumoren oder Zustand nach Metastasierung |
1a |
Staging bei Verdacht auf Fernmetastasen nach negativen konventionellen Untersuchungen |
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Skelett- und Weichteiltumore |
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Dignität des Primärtumors/biolog. Aggressivität zur Operationsplanung |
1b |
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Therapiestaging |
4 |
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Skip lesions |
3 |
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N-Staging |
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Knochentumore |
4 |
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Weichteiltumore |
3 |
Mit FDG als Alternative zur MRT |
|
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M-Staging |
3 |
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Therapiekontrolle |
3 |
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Rezidiv-Diagnostik |
3 |
Mit FDG als Alternative zur MRT |
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Pädiatrische Tumore |
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|
Aufgrund unzureichender Datenlage ist derzeit keine Kategorisierung möglich. |
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Urologische Tumore |
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Für alle bearbeiteten Tumorentitäten (Tumoren der Nieren, Harnblase und Prostata sowie Keimzelltumore) ist die Datenlage derzeit unzureichend. |
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Keimzelltumor des Mannes |
Staging |
Diagnostik retroperitoneale Seminome und nichtseminomatöse Keimzelltumore gute PET/CT-Indikation. In der Schweiz krankenkassenpflichtig Indikation. Reife Teratome nehmen kein FDG auf |
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|
Keimzelltumor des Mannes |
Restaging |
Ansprechverhalten auf Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden. In der Schweiz krankenkassenpflichtige Indikation |
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Prostatakarzinom( mit F-18-Cholin) |
Eigene Wertung |
Primärtumor mit erhöhtem PSA und negativer Biopsie. PSA-Erhöhung nach Operation oder Bestrahlung, LK- und Fernmetastasensuche |
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Hirntumore |
|||
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Differenzierung von Rezidiv und Strahlennekorse bei malignen Gliomen |
1a |
Eigene Wertung |
mit F-18-L-Thyrosin (FET) |
|
Entdifferenzierng von Gliom-Rezidiven |
1a |
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|
Bestimmung des Biopsieortes bei V.a. Gliom |
1a |
Eigene Wertung |
mit F-18-L-Thyrosin (FET) |
|
Beurteilung der biologischen Aggressivität von Tumoren |
1b |
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|
Nachweis von Resttumor bei malignen Gliomen nach Operation |
1b |
Eigene Wertung |
mit F-18-L-Thyrosin (FET) |
|
Differenzierung zwischen Lymphom und Toxoplasmose |
1b |
||
Differenziertes Schilddrüsenkarzinom |
|||
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Dignität des Primärtumors |
4 |
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|
Therapiekontrolle |
3 |
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|
Rezidivdiagnostik |
|||
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Radiojod-negative Läsionen |
1a |
Re-Staging des Rezidivs oder Resttumors bei follikulärem Schilddrüsen-Karzinom – vorab therapiert durch Thyreoidektomie und Radiojod-Ablation – welches einen TG-Wert von > 10 ng/dl aufweist und einen negativen J-131 Ganzkörperscan. |
|
|
Radiojod-positive Läsionen |
1b |
||
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Medulläres Schilddrüsenkarzinom, Phäochromo-Cytom, Karzinoid, Muskelzelltumor |
2 |
Alle Fragestellungen |
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Weitere Indikation |
Klassifikation |
||
|
Neuroendokrine Tumoren (z.B. Karzinoid) mit F-18-FDG/ F-18-L-DOPA |
Eigene Wertung |
Primärtumorsuche, Stadieneinteilung |
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Kardiologie |
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Myokardvitalität |
Eigene Wertung |
Bei nicht eindeutiger SPECT Untersuchung. Primär- oder initiale Diagnostik, oder bei einer nicht eindeutigen SPECT-Untersuchung vor geplanter Revaskularisation. SPECT ist nicht anzuwenden nach einem nicht eindeutigen PET |
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Neurologie |
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Therapierefraktäre Epilepsie |
Eigene Wertung |
ausschließlich bei präoperativer Evaluation |
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Alzheimer Demenz - Frontotemporale Demenz |
Strahlenschutz-kommission |
PET frühe Diagnostik der primären Demenz. DD demenzieller Erkrankungen; Abgrenzung der kognitiven Beeinträchtigung („Pseudodemenz“) bei Depression vs. Demenz |
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Entmarkungskrankheiten und andere Erkrankungen der Substantia alba Neurodegenerative Erkrankungen |
Strahlenschutz-kommission |
Wenn MRT klinisch nicht schlüssig |
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Dr. Hartmut Arlt
CA Nuklearmedizinische Klinik
Originalbeitrag Onko-PET im EJNM:
Den Originalbeitrag finden Sie im European Journal of Nuclear Medicine:
Reske, Sven N / Kotzerke, Jörg: FDG-PET for clinical use. Results of the 3rd German Interdisciplinary Consensus Conference, "Onko-PET III", 21 July and 19 September 2000. In: EJNM Nr. 28/11 (2001), S. 1707-1723.
Orientierungshilfe für bildgebende Untersuchungen
Empfehlung der Strahlenschutzkommission
Verabschiedet in der 231. Sitzung der Strahlenschutzkomission am 9./10.12. 2008
Über den sinnvollen Einsatz der PET/CT in der Onkologie
Über den sinnvollen Einsatz der PET/CT in der Onkologie
Klaus Strobel, Patrick Veit-Haibach, Thomas F. Hany
PET/CT-Zentrum, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, UniversitätsSpital Zürich
Aus: CURRICULUM Schweiz Med Forum 2007;7:270–277
Zusammengestellt 17.12.2009