PET-Untersuchungsinfo

Übersicht

 
Welche Vorbereitung ist für ein PET/CT erforderlich?


Ein Aufklärungsgespräch erfolgt nach Möglichkeit am Vortag der Untersuchung. Vermeiden Sie bitte eine anstrengende körperliche Belastung oder sportliche Aktivität 24 Stunden vor der geplanten Untersuchung.

In der klinischen Routine kommt heute überwiegend 18-FDG (18-F-Desoxy-Glucose) zum Einsatz. Zum Untersuchungszeitpunkt sollte deshalb im Körper des Patienten ein gewisser Mangel an Glukose herrschen, damit möglichst viel der 18-F markierten Glukose aufgenommen wird.

Sie dürfen daher mindestens 5 Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen, auch keine Bonbons oder Kaugummi. Sie können nach Belieben trinken, jedoch nur zuckerfreie Getränke ohne Kohlensäure, am besten Leitungswasser. Diabetiker sollen sich bitte vor der Untersuchung mit dem Personal der Nuklearmedizinischen in Verbindung setzen!

Lassen Sie Schmuck zu Hause, denn für die Untersuchung sind metallische Gegenstände abzulegen bzw. aus den Taschen zu räumen (Gürtel, Münzen, Schlüssel, Halsketten etc.). Auch beweglicher Zahnersatz ist zu entfernen.

Falls erforderlich kann im Rahmen des Aufklärungsgesprächs auch eine Blutentnahme erfolgen, um für die Untersuchung bedeutsame Laborwerte aktuell zur Verfügung zu haben.

Vor Untersuchungsbeginn wird der aktuelle Blutzuckerspiegel bestimmt und falls notwendig medikamentös eingestellt. Außerdem können bei Bedarf ein leichtes Beruhigungsmittel, ein Medikament zur Muskelentspannung und eventuell ein harntreibendes Medikament verabreicht werden.

Bei Tumorerkrankungen mit Manifestationen im Beckenbereich (z. B. Enddarmtumor) muss je nach Fragestellung ev. ein Blasenkatheter gelegt werden, um eine Ansammlung der über die Nieren ausgeschiedenen Glukose in der Blase zu vermeiden.


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Wie läuft eine PET/CT-Untersuchung ab?

In einem Ruheraum erhalten sie eine geringe Menge eines kurzlebigen radioaktiven Arzneimittels ( bei uns i. d. R. 200 MBq mit 18-Fluor markierte Glukoselösung) in eine Armvene intravenös verabreicht. Vorher wird der aktuelle Blutzuckerwert gemessen.

Nach Verabreichung des radioaktiven Arzneimittels folgt eine Wartephase von üblicherweise 30-60 Minuten. In dieser Wartezeit sollten Sie ruhig und entspannt liegen und auch nicht lesen. Nach der Wartephase beginnt die Untersuchung. Der Untersuchungsablauf wird individuell auf Ihre Erfordernisse abgestimmt.

Unmittelbar vor der PET/CT werden Sie aufgefordert, die Harnblase zu entleeren. Während der Untersuchung liegen sie auf einer Liege, die sich langsam in die zylinderförmige Öffnung (Gantry) des Gerätes hineinbewegt.

Diese besitzt die größte Öffnung aller verfügbaren Geräte weltweit, weshalb Sie sich nicht eingeengt fühlen und keine Platzangst haben müssen, zumal Sie während der Untersuchung die Möglichkeit haben, jederzeit mit der Assistentin oder einem Arzt zu sprechen, falls doch Probleme auftreten.

Für den CT-Teil beträgt die Messzeit jedes Körperquerschnittes jeweils nur wenige Sekunden. Dabei sollten sie ruhig und entspannt liegen, stärkere Bewegungen vermeiden und die Atemkommandos verfolgen. In bestimmten Fällen ist es notwendig, ein Kontrastmittel über eine Vene in das Blutgefäßsystem einzuspritzen um aussagekräftigere Bilder zu erhalten.

Anschließend erfolgt die eigentliche PET-Untersuchung. Die PET-Aufnahmen erfolgen ebenfalls meist in bequemer Rückenlage und dauern je nach Fragestellung und Körpergröße zwischen 10 und 20 Minuten. Auch hier ist es erforderlich, ruhig zu liegen. Das Gerät arbeitet weitgehend leise. Insgesamt liegt der Zeitbedarf für eine PET-Untersuchung inklusive Vorbereitungszeit bei ca. zwei Stunden.

Danach werden am Computer die PET- und CT-Aufnahmen, die von Ihrem Körper angefertigt wurden, ausgewertet, ggf. zusammengeführt  und am Untersuchungstag befundet.

Nach der Untersuchung sollten Sie noch reichlich Wasser trinken und die Blase häufig entleeren. Für zwei Stunden meiden Sie bitte engen körperlichen Kontakt mit Kleinkindern und Schwangeren, gegenüber anderen Personen sind keine Vorsichtsmaßnahmen nötig. Sie können also z.B. wieder normal zu Ihrem Arbeitsplatz gehen.


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Wie hoch ist die Strahlenexposition?

Die Strahlenbelastung der Untersuchung ist nicht von der Untersuchungsdauer, sondern nur von der injizierten Menge an 18-F-Glucoselösung und dem CT-Teil abhängig.

Bei einer PET-Untersuchung mit 200 MBq Fluor-18 FDG liegt die Strahlenbelastung unter 4 mSv und somit unterhalb der Strahlenbelastung einer CT-Untersuchung des Brustraumes, ermöglicht dabei aber eine Ganzkörperdiagnostik.

Zur weiteren Einschätzung der Größenordnung kann die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland dienen, die etwa 2,1 mSv pro Jahr ausmacht.

Vor dem Hintergrund der Grunderkrankung und der medizinischen Aussage, die durch die Untersuchung möglich wird, ist somit die zusätzliche Exposition bei guter Indikationsstellung nicht relevant.

Mit welcher zusätzlichen Belastung ist die PET/CT verbunden?

Die Gabe des radioaktiven Arzneimittels erfolgt intravenös. An der Einstichstelle kann es — wie bei jeder Injektion — zu Schmerzen, einem kleinen Bluterguss und sehr selten zu einer Infektion kommen.

Die PET/CT-Untersuchung selbst ist nicht schmerzhaft, das ruhige Liegen kann etwas unangenehm sein. Die radioaktiven Arzneimittel selbst haben keine Nebenwirkungen.

Das erforderlichen falls verabreichte CT-Kontrastmittel wird allgemein sehr gut vertragen. Eventuell bestehende Risikofaktoren für selten auftretende Nebenwirkungen werden von einem Arzt bereits im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Während der Kontrastmitteleinspritzung kann es im Körper zu einem geringen Wärmegefühl kommen, das harmlos ist und nach wenigen Sekunden verschwindet.

Melden Sie daher bitte dem PET/CT Team, wenn Sie während der Untersuchung etwas Außergewöhnliches an sich bemerken sollten (z.B. Niesreiz, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit).

Nachfolgend typische effektive Dosen durch medizinische Strahlenexposition durch Röntgen- und nuklearmedizinische Untersuchungen, veröffentlicht in der Orientierungshilfe für bildgebende Untersuchungen, verabschiedet in der 231. Sitzung der Strahlenschutzkomission am 9./10.12. 2008

Anmerkungen:

1 Durchschnittliche natürliche Strahlenexposition in Deutschland: 2,1 mSv pro Jahr [BMU: Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2005, Unterrichtung durch die Bundesregierung (Parlamentsbericht), 2007] (äußere Exposition, natürliche Strahlenquellen, Ingestion und Radonexposition in Häusern).

2 In Anlehnung an die Europäische Kommission: Leitlinien für die Überweisung zur Durchführung von bildgebenden Verfahren, Strahlenschutz 118 (2001), S. 20.

3 Im Normalfall als diagnostische Maßnahme nicht gerechtfertigt.

4 Zur Berechnung der effektiven Dosen wurden die vom Bundesamt für Strahlenschutz 2003 veröffentlichten Referenzaktivitäten verwendet.

5 Unter Ruhebedingung; 4,7 mSv unter Belastung

Übersicht zur Strahlenbelastung

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Kostenübernahmesituation im ambulanten Bereich:

Gesetzliche-Kassen: Die PET/CT ist gegenwärtig nur bei bestimmten Tumorerkrankungen (z. B. Lungentumor) als ambulante Leistung anerkannt und wird von den gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag übernommen. Hierzu benötigen wir dann einen Überweisungsschein zur PET/CT.

Bei anderen Indikationen besteht die Möglichkeit eines individuellen Kostenübernahmeantrages bei Ihrer Krankenkasse. Bei der Antragstellung sind wir Ihnen auf Wunsch gerne behilflich.

Sollte Ihre Krankenkasse die Kosten für die PET/CT nicht übernehmen, besteht die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer individuellen Gesundheitsleistung. Einen Kostenvoranschlag können wir Ihnen gerne vorab zusenden.

Privat-Kassen: Bei gegebener medizinischer Indikation wird die Leistung komplett übernommen. Eine telefonische Anmeldung / Abklärung vor der Untersuchung durch Sie oder Ihren behandelnden Arzt bei Ihrer Kasse und dem Leistungserbringer mit Angabe des Untersuchungsgrundes ist i.d. Regel ausreichend. Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ. Einen Kostenvoranschlag können wir Ihnen gerne vorab zusenden.


 
Onko-PET: Indikationsliste PET (für F18_FDG)

In der 3. Onko-PET Konsensuskonferenz  hat der Arbeitsausschuss PET der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. hat Literaturdaten zusammen mit den Vertretern der onkologischen Fachgesellschaften, der DRG und der DGN identifiziert und eine klinische Indikationsliste erarbeitet.

Die Indikationsliste ist in dieser Form bis auf wenige Zusätze bis heute aktuell und kann als Leitfaden dienen.

Anmerkung: Auf diese Indikationsliste wird auch in den Leitlinien angrenzender Länder Bezug genommen.


                Bewertungskriterien für den Einsatz der PET

                               1a

Klinischer Nutzen ist ohne Einschränkung erwiesen

                               1b

Klinischer Nutzen ist wahrscheinlich

                               2

In Einzelfällen hilfreich

                               3

Aufgrund unzureichender Daten noch nicht endgültig beurteilbar

                               4

Meistens ohne klinischen Wert (aus grundsätzlichen Überlegungen oder bei gesicherter Datenlage)

Indikation

Klassifikation

Kommentar

Lungentumore

Dignität des Lungenrundherdes erhöhtes Operationsrisiko

1a

übrige Patienten

1b

N-Staging (NSCLC)

1a

Korrektes Staging mediastinaler LK besser als mit CT allein.

Extrathorakales N-Staging (Ausnahme: Hirnmetastasen)

1a

Bei Ausschluß Fernmet. Kann auch auf Skelettsz. verzichtet werden.

Rezidiv-Diagnostik

1a

Rezidive früher als mit CT/MRT erkennbar

Therapiekontrolle

2

Ansprechverhalten auf Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden

Maligne Lymphome

Marginalzelllymphom oder peripheres T-Zell-Lymphom häufig PET-negativ

M. Hodgkin

Staging

1b

Staging bei negativer Knochenmarkbiopsie

Therapiekontrolle

1b

Gastrointestinale Tumore

Pankreaskarzinome

Eigene Wertung

Pankreaskarzinome weisen einen hohen Glukose-Uptake auf und sind dadurch häufig von der chronischen Pankreatitis zu differenzieren. Die DD Pankreas-Ca. / Pankreatitis wird in dem Konsensus-Paper mit Ia (klinischer Nutzen ohne Einschränkung erwiesen, Sensitivität 85%–92%, Spezifität 78%–88%,), die Rezidiv-Diagnostik mit Ib (klinischer Nutzen wahrscheinlich) bewertet. Eine PET/CT-Kombinationsdiagnostik ist hier der reinen PET-Untersuchung vorzuziehen.

DD Karzinom vs chronische Pankreatitis

1a

Primärdiagnostik bei Verdacht nach negativen konventionellen Untersuchungen

Lymphknoten/Fernmetastasen-Staging

3

Ausschluss oder Nachweis von Fernmetastasen (da nur R0-Resektion potenziell kurativ ist) und zur Frage der Gefäßinfiltration (CT mit KM). Ansprechverhalten auf (neo)adjuvanten Chemo kann überprüft werden. Zur Unterscheidung zwischen postoperativem Narbengewebe und Lokalrezidiv.  Bei CA19-9-Anstieg zur Lokalisation Rezidiv/Metastasierung.

Rezidiv-Diagnostik

1b

Ösophaguskarzinom

Ösophaguskarzinome weisen regelhaft einen deutlich erhöhten

Glukosemetabolismus auf und sind daher positronenemissionstomographisch

exzellent nachzuweisen.

Dignität

3

Lymphknoten/Fernmetastasen-Staging

1a

Staging bei Verdacht auf Fernmetastasen nach negativen konventionellen Untersuchungen (extrathorakale-, supraclaviculare und Oberbauchregion)

Therapiekontrolle

3

Ansprechverhalten auf Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden

Rezidiv-Diagnostik

3

Rezidivdiagnostik in der Schweiz  krankenkassenpflichtig Indikation

Kolorektale Karzinome

Eigene Wertung

Kolorektale Karzinome zeigen einen deutlich erhöhten Glukosestoffwechsel und sind dadurch der Bildgebung im PET bzw. PET/CT sehr gut zugänglich. Lt. Konsensus-Konferenz gilt das Restaging als Indikation, deren Nutzen ohne Einschränkung erwiesen ist. Insbesondere die Differenzierung Tumorrezidiv / Narbe gilt als anerkannte Indikation (Sensitivität 93%–100%, Spezifität 95%– 98%). Die Therapiekontrolle wird von der Konsensus-Konferenz mit Ib (klinischer Nutzen ist wahrscheinlich) bewertet. Zur Therapieplanung vor geplanter Metastasenchirurgie (z.B. Ausschluß extrahepatischer Metastasen vor geplanter chirurgischer Entfernung von Lebermetastasen) erscheint PET bzw. PET/CT obligat.

Therapiekontrolle

1b

Staging

Auschluß multifokaler (=bd. Leberlappen) Lebermetastasierung vor geplanter Leberteilresektion und Fernmetastasierung

Restaging bei begründetem Verdacht (z.B. Tumormarker-Erhöhung im Serum)

1a

Diff. Narbengewebe/Rezidiv.

Restaging unter/nach Therapie

Eigene Erfahrung

Ansprechverhalten auf (neo)adjuvanten Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden

Magenkarzinom

Eigene Wertung

Magenkarzinome weisen nach eigenen Erfahrungen ein heterogenes Speichermuster auf und sind zudem auch im Falle einer Mehrspeicherung relativ schwer von der physiologisch hypermetabolen Magenmuskulatur zu differenzieren. Intestinaler Typ und diffuser Typ können sich hinsichtlich des Speicherverhaltens zusätzlich unterscheiden. Die Datenlage in der Literatur ist heterogen, PET bzw. PET/CT bei Magen-Ca. gilt somit derzeit als nicht gesicherte Indikation.

Leberzellkarzinom

Eigene Wertung

Bei ungesicherter Datenlage sind Leberzellkarzinome derzeit keine anerkannte Indikation für PET bzw. PET/CT. Das Speicherverhalten von Leberzellkarzinomen ist heterogen und vermutlich abhängig von der Differenzierung des Tumors und somit ein möglicher Parameter für die Prognose.

Lebermetastasen

Eigene Wertung

Es besteht eine sehr gute Indikation für die Durchführung einer PET/CT zur Therapieplanung und Therapiekontrolle vor bzw. nach Durchführung von Therapiemaßnahmen (insb. Radiofrequenzablation (RFA), Leberteilresektion, etc). Ablationsrandrezidive nach RFA können frühzeitig durch den erhöhten Glukosemetabolismus von vollständig abladierten Arealen differenziert werden. Bei geplanter SIRT-Therapie (selektive interne Radiotherapie) von Lebertumoren bzw. Metastasen ist die PET/CT zum Nachweis bzw. Ausschluß einer extrahepatischen Metastasierung und damit zur Abklärung der Indikation indiziert.

Biliäre Karzinome

Eigene Wertung

Bislang nur wenig publizierte Daten, biläre Karzinome weisen einen hohen Glukosemetabolismus auf. PET bzw. PET/CT scheint somit zur Primärtumor- Diagnostik und zur DD eines Tumorrezidivs geeignet zu sein und ist hilfreich bei der Detektion von Fernmetastasen.

Gastrointestinale Stromatumoren

Eigene Wertung

Gastrointestinale Stromatumoren weisen regelhaft einen deutlich erhöhten Glukose-Uptake auf. Nach mehreren Literaturberichten ist PET in der Lage, das Ansprechen des Tumors auf Imatinib, Glivec bereits sehr frühzeitig zu beurteilen (Therapiemonitoring), Rezidive sind frühzeitig aufgrund des wieder deutlich erhöhten Glukosemetabolismus zu erkennen.

Gynäkologische Tumore

Mammakarzinom

Dignitätsdiagnostik

2

N-Staging (bei kleinen Tumoren (Stadium?) ohne Wert)

1b

M-Staging

2

Staging bei Verdacht auf Fernmetastasen nach negativen konventionellen Untersuchungen (auch sinnvoll bei unauff. Skelettsz. und auffälligem CT).

Rezidivdiagnostik

3

Diff. Narbengewebe/Rezidiv.

Therapie-Monitoring bei Chemo TH

3

Ansprechverhalten auf (neo)adjuvanten Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden

Prognose

3

Ovarialkarzinom

Strahlenschutz-kommission

Staging  und Nachsorge : FDG-PET bei V.a. LK- u. Fernmetastasen,

Rezidivdiagnostik

2

Bei Anstieg CA 125 zur Feststellung des Rezidivortes.

Zervixkarzinom

Strahlenschutz-kommission

FDG-PET für Bestrahlungsplanung

Staging/Rezidivdiagnostik

Strahlenschutz-kommission

Bei Stadium >IIA zur Frage Becken-, paraaortaler- und supraclavikulärer Lymphknotenmetastasen

Kopf-/Halstumore, CUP

Strahlenschutz-kommission

FDG-PET als weiterführende Untersuchung bei Malignomen unklaren Ursprungs

Dignität

3

bei Vorliegen eines Zweitkarzinoms

2

N-Staging

1a

Zur Frage Ausdehnung (T-Stadium), zervikale LK-Met (N-Stadium) und Fernmeastasierung (M-Stadium).

M-Staging

3

Strahlenschutz-kommission: Staging, Nachweis V.a. Fernmetastasen

Rezidivdiagnostik

1a

Therapiekontrolle

3

Ansprechverhalten auf (neo)adjuvanten Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden. Bei negativem PET 6-8 Wochen nach Radiatio ist Tumorpersistenz (mit hoher Sicherheit) auszuschließen.

Unbekannter Primärtumor (CUP)

1a

Wenn bei zervikalen LK-Metastasen ein Primärtumor im HNO-Bereich gesucht wird.

Hauttumore

Malignes Melanom

Dignität

3

N-Staging (Breslow > 1,5 mm oder bekannter Lymphknotenbefall)

1b

M-Staging (Breslow > 1,5 mm oder bekannter Lymphknotenbefall)

1b

Therapiekontrolle

3

Prognose

3

Rezidivdiagnostik/Nachsorge bei pT3 und pT4-Tumoren oder Zustand nach Metastasierung

1a

Staging bei Verdacht auf Fernmetastasen nach negativen konventionellen Untersuchungen

Skelett- und Weichteiltumore

Dignität des Primärtumors/biolog. Aggressivität zur Operationsplanung

1b

Therapiestaging

4

Skip lesions

3

N-Staging

Knochentumore

4

 Weichteiltumore

3

Mit FDG als Alternative zur MRT

M-Staging

3

Therapiekontrolle

3

Rezidiv-Diagnostik

3

Mit FDG als Alternative zur MRT

Pädiatrische Tumore

Aufgrund unzureichender Datenlage ist derzeit keine Kategorisierung möglich.

Urologische Tumore

Für alle bearbeiteten Tumorentitäten (Tumoren der Nieren, Harnblase und Prostata sowie Keimzelltumore) ist die Datenlage derzeit unzureichend.

Keimzelltumor des Mannes

Staging

Diagnostik retroperitoneale Seminome und nichtseminomatöse Keimzelltumore gute PET/CT-Indikation. In der Schweiz  krankenkassenpflichtig Indikation.  Reife Teratome nehmen kein FDG auf

Keimzelltumor des Mannes

Restaging               

Ansprechverhalten auf Chemo- u/o Radiatio kann überprüft werden. In der Schweiz  krankenkassenpflichtige Indikation

Prostatakarzinom( mit F-18-Cholin)

Eigene Wertung

Primärtumor mit erhöhtem PSA und negativer Biopsie. PSA-Erhöhung nach Operation oder Bestrahlung, LK- und Fernmetastasensuche

Hirntumore

Differenzierung von Rezidiv und Strahlennekorse bei malignen Gliomen

1a

Eigene Wertung

mit F-18-L-Thyrosin (FET)

Entdifferenzierng von Gliom-Rezidiven

1a

Bestimmung des Biopsieortes bei V.a. Gliom

1a

Eigene Wertung

mit F-18-L-Thyrosin (FET)

Beurteilung der biologischen Aggressivität von Tumoren

1b

Nachweis von Resttumor bei malignen Gliomen nach Operation

1b

Eigene Wertung

mit F-18-L-Thyrosin (FET)

Differenzierung zwischen Lymphom und Toxoplasmose

1b

Differenziertes Schilddrüsenkarzinom

Dignität des Primärtumors

4

Therapiekontrolle

3

Rezidivdiagnostik

Radiojod-negative Läsionen

1a

Re-Staging des Rezidivs oder Resttumors bei follikulärem Schilddrüsen-Karzinom – vorab therapiert durch Thyreoidektomie und Radiojod-Ablation – welches einen TG-Wert von > 10 ng/dl aufweist und einen negativen J-131 Ganzkörperscan.

Radiojod-positive Läsionen

1b

Medulläres Schilddrüsenkarzinom, Phäochromo-Cytom, Karzinoid, Muskelzelltumor

2

Alle Fragestellungen

Weitere Indikation

Klassifikation

Neuroendokrine Tumoren (z.B. Karzinoid) mit F-18-FDG/ F-18-L-DOPA

Eigene Wertung

Primärtumorsuche, Stadieneinteilung

Kardiologie

Myokardvitalität

Eigene Wertung

Bei nicht eindeutiger SPECT Untersuchung. Primär- oder initiale Diagnostik, oder bei einer nicht eindeutigen SPECT-Untersuchung vor geplanter Revaskularisation. SPECT ist nicht anzuwenden nach einem nicht eindeutigen PET

Neurologie

Therapierefraktäre Epilepsie

Eigene Wertung

ausschließlich bei präoperativer Evaluation

Alzheimer Demenz - Frontotemporale Demenz

Strahlenschutz-kommission

PET frühe Diagnostik der primären Demenz.

DD demenzieller Erkrankungen; Abgrenzung der kognitiven Beeinträchtigung („Pseudodemenz“) bei Depression vs. Demenz

Entmarkungskrankheiten und andere Erkrankungen der Substantia alba

Neurodegenerative Erkrankungen

Strahlenschutz-kommission

Wenn MRT klinisch nicht schlüssig

Dr. Hartmut Arlt

CA Nuklearmedizinische Klinik

Originalbeitrag Onko-PET im EJNM:
Den Originalbeitrag finden Sie im European Journal of Nuclear Medicine:
Reske, Sven N / Kotzerke, Jörg: FDG-PET for clinical use. Results of the 3rd German Interdisciplinary Consensus Conference, "Onko-PET III", 21 July and 19 September 2000. In: EJNM Nr. 28/11 (2001), S. 1707-1723.

Orientierungshilfe für bildgebende Untersuchungen

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet in der 231. Sitzung der Strahlenschutzkomission am 9./10.12. 2008

Über den sinnvollen Einsatz der PET/CT in der Onkologie

Klaus Strobel, Patrick Veit-Haibach, Thomas F. Hany

PET/CT-Zentrum, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, UniversitätsSpital Zürich

Aus: CURRICULUM Schweiz Med Forum 2007;7:270–277

Zusammengestellt 17.12.2009

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