Endosonografie

Die Untersuchung mit Ultraschallsonden innerhalb des Körpers durch die Kombination von Spiegelung und Ultraschall heißt Endosonografie. Die Endosonographie liefert durch den direkten Kontakt mit dem zu untersuchenden Organ die besten Bilder und ist in der unmittelbaren Nähe des untersuchten Organs wesentlich genauer als Computertomografie und Kernspintomografie.

Die Endosonografie wird in der Klinik für Allgemein-, Thorax- und Viszeralchirurgie (Prof. Dr. Winde) zur Untersuchung des Mastdarms sowie in der Medizinischen Klinik I (Prof. Dr. Pohle) im oberen Verdauungstrakt (Wand von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm; Untersuchung der jeweiligen Umgebung inklusive der ableitenden Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse) eingesetzt.


Endosonografie im oberen Verdauungstrakt

Hierbei kann durch die Nähe des Schallkopfes zu den interessierenden Bereichen der Wand des Magen-Darm-Kanals bzw. der diesen Hohlorganen direkt anliegenden Strukturen eine deutlich bessere Auflösung und damit Charakterisierung von krankhaften Veränderungen erfolgen. Besondere Bedeutung besitzt die Endosonografie in der Bestimmung der lokalen Ausdehnung bösartiger Tumoren. Hier kann in der Regel festgelegt werden, ob eine operative Entfernung Aussicht auf Heilung verspricht oder eventuell multimodale Therapieansätze (z. B. die Kombination aus Bestrahlung, Chemotherapie und Operation) zum Zuge kommen sollten.

Des Weiteren kann mittels Endosonografie eine nur wenig belastende Gewebegewinnung aus dem Mittelfell (z. B. bei Lymphknotenvergrößerungen, unter der Schleimhaut gelegenen Verdickungen der Wand oder Veränderungen der Bauchspeicheldrüse erfolgen. Auch eignet sich dieses Verfahren für die Einlage von Ableitungssonden in zystische Veränderungen der Bauchspeicheldrüse und Blockade lokaler Nervengeflechte zur Schmerztherapie.




Speiseröhrenkrebs, der die gesamte Wand erfasst hat (Tumorstadium T3). Darstellung mit einer Minisonde.

Speiseröhrenkrebs, der die gesamte Wand erfasst hat (Tumorstadium T3). Darstellung mit einer Minisonde.


Neben der Speiseröhre gelegener Lymphknoten (Ellipse), welcher zur Gewebegewinnnung mit einer Nadel punktiert werden soll. Zuvor erfolgt mit der farbkodierten Duplexsonografie der Ausschluss größerer Blutgefäße im geplanten Punktionskanal um eine gefahrlose Punktion sicher zu stellen.
Eine Nadel (Kasten) wurde in den Lymphknoten (Ellipse) vorgeschoben; somit kann unter kontinuierlicher Sicht ein Gewebefragment gewonnen werden, welches dann zur weiteren Untersuchung an den Pathologen gegeben wird.

Eine Nadel (Kasten) wurde in den Lymphknoten (Ellipse) vorgeschoben; somit kann unter kontinuierlicher Sicht ein Gewebefragment gewonnen werden, welches dann zur weiteren Untersuchung an den Pathologen gegeben wird.


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Patientenfilm zum Thema Reflux-Krankheit

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Workshop

Am 14.11.2008 trafen sich Ärzte und medizinische Fachkräfte der Region bei einem Workshop zur endoskopischen Blutstillung.