Insbesondere für viszeralchirurgische Operationen wird eine Vielzahl von Untersuchungen gefordert, die zum größten Teil eine Forderung im Rahmen der Schwerpunktbildung sind (siehe Info: Beschreibung der Klinik).

Endosonografie einer Hufeisenfistel
Mastdarm-Tumor mit vergrößtertem Lymphknoten

Dazu gehören:


 

Spezielle chirurgische Endoskopie


Magenspiegelung, Dickdarmspiegelung (Koloskopie), endoskopische Untersuchung der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse (ERCP), Bronchoskopie.

 
Weitere Untersuchungsmöglichkeiten:

Endosonografie des Mastdarms, Schließmuskel-Manometrie, intra-operativer Ultraschall, Schnellschnittuntersuchung von Operationsbefunden in der Pathologie. Während der Operation intraoperative Bilddokumentation (Bilder).


Die Ultraschallsonde wird in den After eingeführt wie bei einer Darmspiegelung und kann etwa 10–15 cm vorgeschoben werden.

Sie liefert dabei aus der nächsten Umgebung des Mastdarms Bilder mit hervorragendem Auflösungsvermögen, man kann z. B. die Tumorschichtdicke und das Wachstum eines Tumors beurteilen oder Afterfistelgänge darstellen.


 

Schließmuskelmanometrie-Gerät

Schließmuskelmanometrie-Gerät
Schließmuskelmanometrie-Gerät

Mess-Sonde und Manometrie-Arbeitsplatz.
Vor jeder Anlage einer tiefen kontinenzerhaltenden Verbindung ist diese Messung sinnvoll, ebenso bei Patienten vor und nach Schließmuskelrekonstruktion und nach Schließmuskeltraining.

Die Schließmuskelmanometrie stellt auf einem Bild die Funktion des Schließmuskels und dessen Haltekraft dar. Diese Untersuchung ist wichtig im Falle einer Operation nahe am Schließmuskel (kontinenzerhaltende Resektion) oder zur Beurteilung der Verbesserung der Haltekraft durch Beckenbodentraining.

Die Schließmuskelmanometrie wird routinemäßig in der Inkontinenzsprechstunde (dienstags 10 Uhr) angewandt, um Erstuntersuchung und Verlaufsdokumentationen bei den betroffenen Patienten anzulegen.


 

Intraoperativer Ultraschall

Intraoperativer Schallkopf


Vorwiegend in der Leberchirurgie wird der intraoperative Schallkopf eingesetzt. Er dient der Darstellung von Lebertumoren oder Metastasen vor der Entfernung, um Zahl und Größe zu überprüfen. Er kann ebenfalls bei Hitzezerstörung von Lebermetastasen angewandt werden, zum Zielen oder zur Erfolgskontrolle. Die Untersuchungsergebnisse zeigen ca. 30 Prozent mehr Befunde als eine CT oder Kernspintomografie (MR) vor der Operation.

Die laparoskopische intraoperative Ultraschalluntersuchung ermöglicht die Entnahme von Proben gezielt über den Ultraschallkopf-Punktionskanal bei gleichzeitiger Bilddarstellung. Auch eine gezielte Therapie wie z. B. die Theramoablation von Lebermetastasen ist möglich. Der laparoskopische Ultraschallkopf ist in 3 Dimensionen beweglich.

Die Fotos zeigen den laparoskopischen Ultraschallkopf, die flexible Punktionsnadel und das Ultraschallgerät.

Aktuelle Informationen aus dem Klinikum Herford

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