Leistenbruch/Leistenbruchrezidiv (TEPP-Technik)
Der endoskopische Bruchpfortenverschluss mit Implantation eines Kunstoffnetzes ermöglicht nach 14 Tagen wieder die Vollbelastung des Patienten. Eine längere Schonperiode muss nicht eingehalten werden.
Die Rezidivrate liegt bei 2 – 2,8 % sehr niedrig, in jedem Fall geringer als bei konventionellen Operationen.
Neben dem subjektiven Vorteil der geringen Schmerzbelastung überwiegt vor allem die Frühbelastbarkeit (nach 14 Tagen Vollbelastung erlaubt) und die Op entweder ambulant oder mit Entlassung am Tag nach der OP.
Zwerchfellgleitbruch (Hiatushernie)
Beim laparoskopischen Verschluss eines Zwerchfellbruchs ist eine wesentlich bessere Übersicht intraoperativ gewährleistet. Wir führen die 360° floppy-Nissen OP-Technik durch. Die Bilder zeigen die Zwerchfelllücke, das Herunterziehen des Magens an Ort und Stelle, die Einengung der Bruchpforte (sog. Hiatoplastik) und die Magenmanschettenbildung um den Speiseröhreneingang, die Röntgendarstellung des Bruchs vor der OP und die Kontrolle des Kontrastmittelabflusses nach OP.
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Dickdarm und Mastdarmteilentfernung
…neben der Operation gutartiger entzündlicher Befunde (routinemäßig bei z.B. Divertikulitis) operieren wir auch zunehmend Dickdarm- und Mastdarm-Krebs in der MIC-Technik. Die Radikalität der OP ist gesichert, die Vorteile der Schlüssellochtechnik kommen hinzu.
Das Bild zeigt das zu entfernende Darmstück, eine Fasszange und das Ultraschallskalpell.
- laparoskopische assistierte Sigmaresektion
- laparoskopische assistierte Hemikolektomie rechts
- laparoskopische assistierte Ileocökalresektion
- laparoskopische assistierte subtotale Kolektomie
Beginn der Operation nach Aufblasen des Bauchraums mit CO2-Gas.
Die Kamera und das Ultraschallskalpell sind über gasdichte Ports eingeschoben worden. Weitere Instrumente folgen noch.
Zwischen den Instrumenten erkennt man den massiv entzündlich veränderten Darmanteil bei Sigmadivertikulitis, einer häufigen Darmentzündung.
Die beiden Teile des Klammernahtgeräts im oberen bzw. unteren Darmanteil (Bild 1) werden aufeinandergesteckt (Bild 2), zusammengedrückt und bei diesem Vorgang mit Klammern verbunden und gleichzeitig innerlich wieder mit einem Lochmesser durchgängig gemacht. Die Verbindung (Anastomose) ist fertig (Bild 3).
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Appendektomie
… die „Blinddarmentfernung“ erfolgt in 95% der Fälle laparoskopisch, sofern keine massivsten Vereiterungen vorliegen. Vor allem die infektiösen Komplikationen sind drastisch niedriger als nach konventioneller Operation.
Das Bild zeigt den verwachsenen Wurmfortsatz („Blinddarm“) am Anfang des Dickdarms, offenbar waren schon einige Entzündungen abgelaufen vor dieser OP.
Der entzündete Appendix ist mit einem Klammernahtgerät bereits abgetragen und hängt nur noch an seiner Blutgefäßversorgung. Die Bilder zeigen den Blick auf den Appendix, die Abtragung des Appendix und den Bauch nach Operation.
Gallenblasenentfernung/Cholezystektomie
…als laparoskopische Operation ist standardmäßig die Operation der ersten Wahl. Sie wird entweder mit 4 kleinen Schnitten oder mit einem kleinen Schnitt im Nabel ausgeführt (SILS-Technik), was vor allem ein hervorragendes kosmetisches Ergebnis ermöglicht. In wenigen Fällen wird die Gallenblase bei Frauen durch die Scheide entfernt (ähnlich wie bei der Gebärmutterentfernung), das sog. NOTES-Verfahren. Die Ergebnisse dieses OP-Verfahrens werden an das sog. NOTES-Register der Deutschen Ges. für Allgemein- und Viszeralchirurgie gemeldet (Qualitätskontrolle).
Nebennieren-Entfernung
…auf minimal invasivem Weg führen wir zur Entfernung von Metastasen oder hormonbildenden kleinen Tumoren durch. Dazu ist eine spezielle Lagerung des Patienten in einem Bauchkissen nötig. Die Entlassung erfolgt wegen geringer Belastung nach 3-4 Tagen.










